MEIN AUGUST-GEDICHT
 

An die Muse

 

Nein, du bist nicht das Frühstücksei.

das ich mir einverleiben könnt.

Und auch kein weiß` Blutkörperchen.

Das emsig putzend mir durch meine Halsschlagader rennt.

Bist nicht die Zahncreme, die des Tags mein Lächeln ziert.

Kein Deo, und kein Öl,

das Haut und Achselhöhle schmiert.

 

Bist kein Melonenschnitz, in den der Kerl  gern reinbeißt

Und nicht die Schüssel, in die er manchmal rein scheißt.

Bist nicht der Klammersack, mit dem man mich gepudert.

Und nicht der Teil in mir, der gerne rückwärts rudert.

Bist nicht der Sessel, an dem sich mein Hintern festhält.

Und nicht das Thermometer, das mein Fieber feststellt.

 

Oh tell me, why i`m talking always about you?

Wen mein ich, wenn ich sage „DU“, „DU“, „DU“?

Ist dieses „DU“ ne Sie oder ein Er?

Kommt hinter diesem „DU“ was Putziges daher?

Stellt das, was hinter`m  „DU“ steckt, sich als Geist raus?

Ist dies, mein Lied, ein Bocksgesang und bringt den  Tefuel selbst mir

in mein Haus?

 
Tritt da ein Gott hervor in eigener Person?

Fordert er diesen Lobeshymnen-Ton?

 NEIN!!!!

 

Du bist das Ladekabel

meiner Schreibbegabung.

Der Fracking-Apparat

bei der Ideen-Grabung.

Herrscht  an der Milch der Weisheit

bei mir  Defizit, nimm du mich zur Brust!

 

Ach,  leg` Courage-Infusionen  mir bei Mut-Verlust!

Und bin ich auch kein Geistesriese,-

singt  sonst dir niemand  auf der Welt mehr  Verse,

dann nimm diese!