MEIN JANUAR-

                  GEDICHT
 

Sonett 92 /W.Shakespeare , Nachd: M.Bauer

Kratz ruhich die Kurv! Hau meinetweeche ab!

Ich hab dich sowieso,  solang ich leb.

 Fer mich geht`s,wann du gehscht, in Richtung Grab,

so, dass es mich dann  ääfach nimmi gäb...

Mir  graut net vor de grööschte Sauerei.

Ich geh schun bei de allerklännscht`  K.O.

Ich mach mich frei vun deiner Zockerei.

Wann`s halt net annerscht is, dann liewer so.

Du Wackelkandidat!  Ich wackel ääfach aa!

So lang du wackelscht, wackelt aa mei Lewe!

Du hasch mich lieb? Gut! Dann is alles klar!

Du hasch mich net lieb? Dann verreck ich ewe.

Ach, jeder denkt mol: „Oh,ich glaab des werd nix!“

Am End`gehscht du jo fremd.Un ich? Ich merk nix

"Michael Bauer erzählt seine Geschichten auf eine solch nuancenreiche Art und Weise, dass es mitreißt und nicht mehr loslässt. Seine Lyrik ist ausdrucksstark, aber auch angenehm unprätentiös, unterhaltsam und tiefsinnig zugleich, satirisch überspitzt und doch hautnah an der Wirklichkeit. Er rüttelt an festgefahrenen Gedanken und Vorurteilen, mahnt, ohne den Zeigefinger zu erheben. Er spielt ein derart raffiniertes Verwirrspiel mit den Worten, dass der ungeübte Zuhörer nur mit Müh’ und Not den Sinngehalt im Syntax-Dickicht findet – dann aber mit einer fast schon kathartischen Erleuchtung zum Lohn."

Katharina Kovalkov in DIE RHEINPFALZ / November 17 anlässlich der Buchvorstellung von

"Holt die Tauben aus dem Schlag"

         

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