MEIN NOVEMBER
GEDICHT
 

Lied vom frischen Frieden 

 

An der Erde klebt noch trocken Blut.

Doch der Wald hängt voller Beeren.

Ist  das jetzt die federleichte Zeit,

nach der todesschweren?

Kannst du`s hoffen, kannst du`s glauben:

Hoch am Himmel Tauben.

 

Ist noch was an Schnaps im Haus?

Dann woll`n wir den jetzt mal probieren!

Halt  die Schurken voneinander fern.

So kann erst mal nichts passieren.

Dort  in den Dörfer, Städten, Schanzen:

Seht die Menschen auf den Trümmern tanzen!

 

Frieden riecht wie frisch gemähtes Heu,

rauscht wie Sommerabendregen.

Wenn er noch bei Sinnen ist,

schenk uns der Herrgott seinen Segen.

 

Brüder, Schwestern!

Melket nun die Rinder!

Und macht Kinder!